Sie sind hier: ggw  > Wir über uns  > Leistungsspektrum  > Modernisierungen

Ein Plus für unsere Mieter

Energetische Quartiersentwicklung der Schievenfeldsiedlung

Bereits Ende 2015 begann die ggw im Rahmen des Programmes "Besser Wohnen – Energetische Sanierung plus" mit der Umsetzung des Projektes zur Revitalisierung der Schievenfeldsiedlung.

Schievenfeldsiedlung

Durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW wurde Anfang 2015 ein Pilotprojekt mit dem Ziel formuliert, zukunftsfähige und lebenswerte Wohnquartiere mit umfangreichen Investitionen zu erhalten und zu schaffen, die auch nach der Modernisierung bezahlbaren Wohnraum bieten. Das Land unterstützt diese Investitionen mit Fördermitteln gemäß RL BestandsInvest.

Die ggw als kommunales Wohnungsunternehmen der Stadt Gelsenkirchen verfolgt stetig das Ziel, modernen und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

„Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 25 Mio.€ und beantragten Förderkrediten in Höhe von über 20 Mio.€ verteilt auf fünf Bauabschnitte, stellt diese Maßnahme das größte Einzelprojekt des gesamten Förderprogramms „Energetische Sanierung Plus“ dar“, betont Harald Förster (Geschäftsführer der gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbh).

Umfang der Modernisierungsmaßnahme

Der energetische Standard der Gebäude war nicht mehr zeitgemäß. Dazu erschwerten fehlende Balkone, optische Mängel und die nicht mehr zeitgemäßen Grundrisse vieler Wohnungen die Vermietung. Zudem waren die Hauseingänge nicht barrierearm erreichbar. Um das Quartier nachhaltig aufzuwerten, werden seitdem bauliche Barrieren reduziert und die Häuser energetisch saniert. Derzeit ist der zweite Bauabschnitt fertiggestellt und die Arbeiten an den Gebäuden werden bis zum Spätsommer 2021 abgeschlossen sein. Danach folgen die Modernisierungsmaßnahmen der denkmalgeschützten Gebäude.

Schievenfeldsiedlung

Die Herausforderung bei der Modernisierung: Trotz moderner Einflüsse den Charakter der historischen Gebäude zu erhalten:

Im Einzelnen wurden dafür im ersten und zweiten Bauabschnitt u. a. Fensteranlagen erneuert, schwellenlose Wärmedämmtüren eingebaut sowie die Kellerdecken und obersten Geschossdecken gedämmt. Eine energieeffiziente Ausstattung der Wohnungen wird durch den Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen erreicht. Um eine Luftzirkulation in den Wohnungen zu ermöglichen, wurden die Wohnungen u. a. mit belüftungsfähigen Innentüren ausgestattet. Wo es sich technisch ermöglichen ließ, wurden hochwertige Balkone oder Freisitze ergänzt. Dafür wurden in Teilbereichen auch die ehemaligen Stallanbauten der Gebäude zurückgebaut und Außenwände Richtung Quartiersplatz geöffnet. Das Wohnumfeld wurde verbessert, indem die Außenanlagen – vor allem der zentrale Quartiersplatz – neu und barrierearm gestaltet wurde. Die Attraktivität des parkähnlichen Grünzuges im Zentrum der Siedlung wird durch neue Wegebeziehungen und Begegnungsräume erhöht. Zusätzlich zur Aufwertung der Außenanlangen wurden private Freiräume durch Vorgärten ergänzt. Das Stellplatzkonzept wurde optimiert und eine verkehrsberuhigte Anliegerstraße eingerichtet.

Die Heizzentrale erzeugt klimafreundliche Wärme durch eine Kombination von Holzpellets und Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast. Die klimaschädlichen Emissionen werden durch die Verwendung des klimaneutralen Brennstoffs Holzpellets um mehr als 50 % vermindert.

Die Modernisierungsmaßnahmen wären ohne Hilfe der Landesbauförderung in diesem Maße nicht realisierbar gewesen. Durch umfangreiche Fördermittel, Tilgungsnachlässe und ohnehin günstige Zinskonditionen konnte die finanzielle Basis für die Umsetzung der Revitalisierung gelegt werden.

„Wir freuen uns sehr, unseren - zum Teil langjährigen – Mieter:innen im Schievenfeld eine deutliche Verbesserung der Wohnsituation zu ermöglichen und zum Werterhalt dieser historischen Siedlung beizutragen. Die Zufriedenheit unserer Mieter:innen ist und bleibt unsere Priorität“, erklärt Stefan Eismann, (Prokurist und Leiter der Hausbewirtschaftung der ggw).

Quartiersplatz Schievenfeldsiedlung