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ggw und Bethel.regional weihen Gebäude am Brockskamp ein

Gelsenkirchen, 07. November 2022. Am Brockskamp 83 a und b wurde am heutigen Montag, den 07. November 2022 von der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH (ggw) und Bethel.regional ein Gebäude für wohnungslose Menschen in besonderen Lebensverhältnissen eingeweiht. Nach vier Monaten Umbau ziehen in den kommenden Tagen die ersten Klientinnen und Klienten in die frischrenovierten Wohnungen ein. Das Gebäude aus den 1960er-Jahren wurde für insgesamt 750.000 Euro revitalisiert. Die Revitalisierung des Gebäudes wurde durch das Gelsenkirchener Unternehmen Pellmann-Bau, innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens, abgewickelt.

Bethel.regional engagiert sich in Gelsenkirchen seit knapp zehn Jahren in der Versorgung von Menschen, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind. Wohnungslose Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und/oder einer Suchtproblematik erhalten in den Bethel-Einrichtungen Hilfe. Dieses Angebot ist inzwischen gut etabliert, im Sozialraum bekannt und ein selbstverständlicher Teil des Hilfesystems. Seit 2018 erweitert die Wohnsiedlung im Forsthauswinkel in Gelsenkirchen Erle mit zwanzig stationären Plätzen sowie einem niedrigschwelligen, offenen Setting das Angebot Bethel.regionals. Der Bedarf für diese Unterstützungsleistungen ist nach wie vor sehr hoch, was sich auch in einer hohen Nachfrage für das Angebot wiederspiegelt. Nun wird das stationäre Angebot in Gelsenkirchen bedarfsgerecht um 10 Plätze auf insgesamt 48 Plätze erweitert. Das Risiko für Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger unversorgt in die Wohnungslosigkeit zu geraten, wird dadurch verringert.

Auf einer Gesamtwohnfläche von ca. 600 m² wurden am Brockskamp 83 a und b umfangreiche Umbaumaßnahmen von der ggw durchgeführt. Das Gebäude wurde mit einer modernen Gaszentralheizung und neuen Heizkörpern ausgestattet, alle Innen- und Wohnungseingangstüren wurden ausgetauscht sowie die Elektroverteilung und alle Bäder vollständig erneuert. Außerdem wurden alle Wohnungen neu tapeziert, gestrichen und mit einem neuen Bodenbelag versehen. „Die Modernisierung der Immobilie ist eine Bereicherung für das Quartier und wir freuen uns ganz besonders, dass die Kooperation mit Bethel.regional dazu führt, dass Menschen, die in Not sind, hier ein neues Zuhause finden“, betont Stefan Eismann, Prokurist der ggw.

Das renovierte Gebäude bietet neben einer Erweiterung der Plätze auch inhaltliche Verbesserungen – zum Beispiel in der Erstversorgung der Menschen. Die Immobilie ist ab Mitte November 2022 bezugsfertig und bietet für bis zu zwanzig Klientinnen und Klienten ein Einzelzimmer (je in Form einer WG mit separater Wohnküche und gemeinsamen Bad für 2 Personen) sowie Räumlichkeiten für Büros, Gruppenangebote, hauswirtschaftliche Versorgung und einen großen Garten. In diesem Rahmen können die Menschen mit Unterstützungsbedarf intensiv und geschützt versorgt werden. Eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung vor Ort ist gewährleistet.

Bethel.regional Geschäftsführer Mark Weigand betont: „Das Angebot der ggw, im Brockskamp eine Immobilie für die Zielgruppe der wohnungslosen Menschen zur Verfügung zu stellen, ermöglicht Bethel.regional den durch lange Wartelisten klar gewordenen Mehrbedarf an Plätzen für die Zielgruppe zu realisieren.“
Ein Teil der Klientinnen und Klienten aus dem Forsthauswinkel wird noch in diesem Jahr in den Brockskamp umziehen, zukünftig werden dann 20 Menschen im Brockskamp leben und 10 Menschen mit weniger intensivem Betreuungsbedarf im Forsthauswinkel stationär unterstützt.
Weigand erklärt weiter: „Vorrangiges Ziel des neuen Angebotes ist es, ein möglichst breites und in sich durchlässiges Unterstützungsspektrum für die Zielgruppe in einem nicht ausgrenzenden, sondern „normalen Wohnmilieu“ sicherzustellen. Klientinnen und Klienten werden dabei unterstützt, wieder eine eigene Wohnung zu beziehen, eine Tagesstruktur aufzubauen sowie Arbeit zu finden. Ziel ist es, die Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben wieder zu erhöhen und dauerhaft zu festigen.“

Der neue Standort am Brockskamp ist ebenso wie das bisher bestehende Angebot in der Wohnsiedlung im Forsthauswinkel, Teil einer größeren Siedlung mit gemischter Mieterschaft, was auch eine Durchlässigkeit in beide Richtungen eröffnet. Die ggw ist an diesem Standort in Gelsenkirchen Bismarck mit 150 Wohnungen vertreten. Die Klientinnen und Klienten der Einrichtung werden im Rahmen der Betreuungsleistungen im direkten Wohnumfeld integriert, das Konzept der Einrichtung wird durch Netzwerkarbeit auch in der (neuen) Nachbarschaft bekannt - im Forsthauswinkel ist dies bereits gelebte Praxis.

Über die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH:
Seit über 70 Jahren agiert die ggw am Wohnungsmarkt in Gelsenkirchen. Die ggw gehört zu 100% der Stadt Gelsenkirchen und investiert als Unternehmen rein gemeinnützig. So sorgt die ggw für preiswertes Wohnen und setzt aus kommunaler Verantwortung wichtige soziale und städtebauliche Akzente.
Mit über 5.000 eigenen Wohnungen zählt die ggw zu einem der größten Vermieter in Gelsenkirchen, wobei sich der Wohnungsbestand auf das gesamte Stadtgebiet verteilt. Soziale Projekte, wie die Schaffung von Kindertagesstätten oder die Errichtung von Seniorenwohnanlagen, sowie generationenübergreifende Wohnkonzepte runden die bauwirtschaftliche Leistungspalette der Gesellschaft ab.
Weitere Infos: www.ggw-gelsenkirchen.de

Über die Stiftung Bethel:
Der Stiftungsbereich Bethel.regional ist Teil der Stiftung Bethel, die als Träger diakonischer Dienste zum Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel gehört. Seit 150 Jahren setzt die Stiftung sich für Menschen ein, die auf Unterstützung oder Assistenz angewiesen sind. Mit vielfältigen Angeboten werden Menschen mit Behinderungen bei der Wahrnehmung ihres Rechts auf Teilhabe am politischen und kulturellen Leben und der Integration in den gesellschaftlichen Alltag unterstützt. Bethel.regional ist in an verschiedenen Standorten in Westfalen vertreten.
Bethel.regional hat Geschäftsstellen in Bielefeld und Dortmund beschäftigt 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unterstützt ca. 6.700 Klientinnen und Klienten.
Weitere Infos: www.bethel-regional.de


Pressekontakt Stiftung Bethel | Bethel.regional:
Tanja Lenz-Urbach

0231 534250-103
tanja.lenz-urbach@bethel.de


Einweihung jüdischer Erinnerungsort am Virchowbogen

Gelsenkirchen, 14. Oktober 2022. Ende Mai konnten die ersten Mieterinnen und Mieter ihre 24 Wohnungen im Neubau „Am Virchowbogen“ beziehen. Im Zuge des Bauprojekts wurde am Nachbargebäude eine historische Werbemalerei freigelegt. In Rücksprache mit dem Institut für Stadtgeschichte und der Jüdischen Gemeinde wurde gemeinsam mit dem betreuenden Architekturbüro eine Lösung erarbeitet, die die Erinnerung wahrt und in den Neubau am Virchowbogen einbindet. Dieser Erinnerungsort wurde nun offiziell eingeweiht.  

Oberbürgermeisterin Karin Welge, ggw-Geschäftsführer Harald Förster und die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Judith Neuwald-Tasbach luden jetzt zur Einweihung in den Virchowbogen ein um die verschiedenen Erinnerungs-Stationen vorzustellen. „Wir haben hier an der Bochumer Straße mit dem Virchowbogen ein weiteres eindrucksvolles Stück Zukunft gebaut. Gleichzeitig aber haben wir auch einen Ort geschaffen, um Erinnerung zu bewahren. Das ist das Besondere an dem, was wir heute vorstellen wollen“, stellte Karin Welge gleich zu Beginn des Termins fest.

Im Hauseingangsbereich des Neubaus wurde eine großformatige Alu-Dibond-Tafel mit einem Bild der kompletten Giebelfassade montiert. Die Tafel kann auch von der Straße aus durch die Hauseingangstür des Neubaus gesehen werden. An der Fassade wurde zusätzlich ein QR-Code installiert, der zu einer Website mit weiteren Informationen und Bildern führt.

Im 3. Obergeschoss wurde im Treppenhaus des Virchowbogens eine Festverglasung im Bereich des „Ü“s eingesetzt, damit ein Blick auf einen Teil der ursprünglichen Werbeschrift dauerhaft bestehen bleibt. Rechts neben dem „Ü“ wurde eine weitere Tafel angebracht, auf der der vollständige Werbeschriftzug zu sehen ist. Das „Ü“ verdeutlicht übrigens auch die Verbindung zum Stadtteil Ückendorf.

„Wir sind froh, dass wir gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, dem Institut für Stadtgeschichte, der unteren Denkmalbehörden sowie mit dem Architektenbüro TOR 5 Ideen entwickeln konnten, um die Erinnerung an den historischen Schriftzug und seine Geschichte aufrecht zu erhalten“, zeigte sich Harald Förster erfreut.

Auch die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen ist sehr zufrieden mit dem neu geschaffenen Erinnerungsort. „Die original erhaltene Werbemalerei vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist ein sehr wichtiges Zeugnis des jüdischen Lebens in Gelsenkirchen vor dem Holocaust. Hier gab es viele jüdische Geschäfte und Kaufhäuser, die alle in der Reichspogromnacht zerstört wurden. Daher ist der Erhalt dieser Inschrift ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen“, erklärte Judith Neuwald-Tasbach.

Historische Wandmalerei

Im Zuge der Rückbauarbeiten der Problemimmobilie an der Bochumer Straße 167 durch die ggw wurde auf der Giebelfassade des Nachbargebäudes eine historische Werbemalerei freigelegt. Nach der Prüfung der Unteren Denkmalbehörde wurde die Werbeschrift als denkmalwürdig erachtet und als Baudenkmal unter Schutz gestellt. Die Werbemalerei auf dem Gebäude aus dem Jahre 1911 ist ca. 7,5 Meter x 11,5 Meter groß und befindet sich in einem tadellosen Zustand.

ggw-Neubau Am Virchowbogen

Auf rund 1.500 m² Gesamtwohnfläche sind an der Bochumer Straße insgesamt 24 barrierearme und moderne Wohnungen für Ein- und Zwei-Personenhaushalte entstanden. 20 dieser Wohnungen wurden aufgrund der überwiegend in Anspruch genommenen, öffentlichen Wohnraumförderung zu attraktiven Mietkonditionen von anfänglich 5,80 €/m² angeboten. Alle Wohnungen sind durch einen Aufzug zu erreichen und verfügen über Loggien oder Dachterrassen bei Wohnflächen zwischen 55 bis 60 m². Eine gute Anbindung an den ÖPNV sowie fußläufig erreichbare Nahversorgungsmöglichkeiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs runden das Standortangebot der neuen Wohnbebauung im Revitalisierungsgebiet an der Bochumer Straße sinnvoll ab.

Nach Absprache werden zukünftig Besichtigungen des Treppenhauses in Verbindung mit einer Führung durch die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen oder dem ISG (Institut für Stadtgeschichte) möglich sein.

Bildunterschrift: Oberbürgermeisterin Karin Welge, ggw-Geschäftsführer Harald Förster, Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen) und Lukas Günther (ggw-Aufsichtsratsvorsitzender) (v.l.n.r.) präsentieren einen Teil der historischen Wandmalerei am Virchowbogen 


Zweites Schulprojekt von ggw und Stadt Gelsenkirchen offiziell gestartet

Gelsenkirchen, 16. September 2022. Pünktlich zum Schuljahresbeginn wurde das erste gemeinsame Schulprojekt der Stadt Gelsenkirchen und der Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (ggw) an der Ebersteinstraße erfolgreich abgeschlossen und die ersten i-Dötzchen freuen sich bereits über ihre neue Schule. Jetzt fiel auch der offizielle Startschuss für das zweite Gemeinschaftsprojekt von Stadt und ggw – den Umbau und Neubau einer vierzügigen Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte an der Kurt-Schumacher-Straße.

Nachdem die Abbrucharbeiten auf der Baustelle abgeschlossen sind, beginnt nun die Erweiterung der bestehenden Grundschule an der Kurt-Schumacher-Straße zu einer vierzügigen Schule. Auch eine zweigruppige Kindertagesstätte wird in den angeschlossenen Neubau implementiert werden. Am heutigen Freitag, den 16. September, luden Oberbürgermeisterin Karin Welge, ggw-Aufsichtsratsvorsitzender Lukas Günther sowie Harald Förster, Geschäftsführer der ggw, zum offiziellen Spatenstich ein. Karin Welge freute sich sichtlich über den Start des neuen Projekts: „Wir bringen Schalke wieder in die erste Liga. Nicht nur im Fußball, sondern auch, was die Investition in die Zukunft des Stadtteils angeht. Hier werden ab dem Schuljahr 2024/25 topmoderne Klassenzimmer zur Verfügung stehen. Nach der Grundschule Ebersteinstraße gehen wir nun hier in Schalke einen weiteren Schritt, um unser Schulneubauprogramm voranzutreiben. Insgesamt haben wir ja gleich acht große Bauvorhaben, darunter den Bau der Grundschule "An der Gräfte", der im Frühjahr 2023 starten soll, die Grundschule am Wildenbruchplatz, die im Frühjahr 2024 Baubeginn hat. Außerdem soll es bald eine Machbarkeitsstudie für den Neubau der Gesamtschule Berger Feld geben. Wir bauen also ganz konkret an vielen Stellen an der Zukunft unserer Stadt!“

Durch die enge Abstimmung von den Verantwortlichen bei der Stadt, der ggw sowie dem mit der Bauleitung beauftragten Baubetreuungsbüro Schäf und der verantwortlichen Baugesellschaft Zabel sollen die neue Grundschule und die Kita in einer Bauzeit von zwei Jahren fertiggestellt werden. Bereits im Sommer 2024 können so zusätzliche Primarschul- und Kitaplätze in Gelsenkirchen angeboten werden. Mit der Umsetzung dieses ambitionierten Projekts im Stadtteil Schalke können in absehbarer Zeit dringend benötigte neue Angebote an Grundschul- und Betreuungsplätzen in einem Bereich mit besonders hohem Bedarf geschaffen werden. Darüber hinaus trägt das Bauvorhaben dazu bei, den durchschnittlichen Energiestandard der im Stadtgebiet befindlichen Schulen spürbar zu verbessern. „Wir freuen uns, mit einem weiteren Schulbau einen wichtigen Beitrag zur Standortaufwertung der Schalker Meile beizutragen. Wir sehen die Investition als wichtigen Baustein in die soziale und infrastrukturelle Weiterentwicklung des Stadtteils Schalke.“, erklärt Harald Förster, Geschäftsführer der ggw.

Auch die Gestaltung des Schulhofes spielt eine wichtige Rolle. Um zukünftig ansprechende Erholungs- und Grünflächen im Außenbereich anbieten zu können, wurde kürzlich ein Landschaftsarchitekt beauftragt. Hierzu ergänzt Aufsichtsratsvorsitzender Lukas Günther: „Neben der Bedeutung für die Familien im direkten Einzugsgebiet sind wir stolz, mit dem Neu- bzw. Umbau auch einen Beitrag mit ökologischen Aspekten zu leisten. Neben Nistkästen für Mauersegler und einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, tragen Fassadenbegrünung und Maßnahmen auf dem Schulhof wie die Bereitstellung von Fahrradstellplätzen zu einem nachhaltigen Projekt bei.“

Insgesamt investiert die ggw rund 25 Millionen Euro in den Umbau und den Neubau der Grundschule mit integrierter Kindertagesstätte. Perspektivisch soll zusätzlich eine Einfeld-Sporthalle für die Schülerinnen und Schüler im direkten Umfeld, an der Hülsmannstraße entstehen. Die Wohnungsbaugesellschaft setzt wie auch schon bei der neuen Grundschule an der Ebersteinstraße auf ein umweltfreundliches Energiekonzept – das Schulgebäude wird durch klimafreundliche Fernwärme mittels Fußbodenheizung sowie eine Photovoltaik-Anlage versorgt. Auch an der Kurt-Schumacher-Straße wird das Konzept durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie durch eine Dach- und Fassadenbegrünung vervollständigt.

Bildunterschrift: Freuten sich über den offiziellen Spatenstich zum Baustart der Grundschule an der Kurt-Schumacher-Straße: Harald Förster (Geschäftsführer ggw), Lukas Günther (Aufsichtsratsvorsitzender ggw), Karin Welge (Oberbürgermeisterin Stadt Gelsenkirchen), Thorsten Seiß (Schulleiter), Christoph Heidenreich (Stadtbaurat), Markus Kömpel (Baugesellschaft Zabel GmbH) (v.l.n.r.) 


Jahresabschluss 2021: ggw mit erneut positivem Ergebnis

Gelsenkirchen, 29. August 2022. Die gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbH (ggw) schließt das Geschäftsjahr 2021 mit einem positiven Ergebnis von rund 1,5 Mio. Euro ab (Vorjahr: 3 Mio. Euro). Gegenüber dem Wirtschaftsplan ist das Ergebnis knapp 500.000 Euro besser als erwartet. Das Jahresergebnis wurde ein weiteres Mal positiv durch die gute operative Leistung im Vermietungsgeschäft beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2021 war es der ggw noch stärker möglich, ihre ambitionierten Unternehmensziele zu verfolgen. Dies drückt sich zum einen durch das deutlich gestiegene Investitionsvolumen, aber auch durch die Umsetzung einer Vielzahl innovativer Projekte aus.

Die ggw ist ein städtisches Tochterunternehmen und große Vermieterin in Gelsenkirchen und besitzt derzeit rund 4.975 Wohnungen, davon sind 650 barrierearm. Die Leerstandsquote betrug zum Jahresende 2,6 % (Vorjahr: 2,4 %), die Fluktuationsquote 7,5 % (Vorjahr: 8,0 %). Die Nettokaltmiete lag im Geschäftsjahr 2021 im Durchschnitt bei 5,17 Euro pro Quadratmeter und stieg zum Jahresende auf 5,27 Euro pro Quadratmeter an. Gelsenkirchens kommunales Wohnungsunternehmen bleibt damit ein Garant für bezahlbares Wohnen – im Interesse der Mieterinnen und Mieter sowie der Stadt Gelsenkirchen als Gesellschafterin. Des Weiteren vermietet die ggw knapp 25.000 m² Gewerbefläche.

Weitere Kennzahlen zum Jahresabschluss 2021
Die Bilanzsumme hat sich von rund 339,2 Mio. Euro im Vorjahr um rund 12 % auf 379,7 Mio. Euro in 2021 erhöht. Das Eigenkapital konnte um 1,2 Mio. Euro erhöht werden. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete die ggw rund 37,8 Mio. Euro Umsatzerlöse (Vorjahr: 36,9 Mio. Euro). Circa 52,6 % (Vorjahr: 52,2 %) der Umsatzerlöse erzielte die ggw aus der Vermietung von Wohnungen.

Corona-Auswirkungen 2021
Im Vergleich zu anderen Wohnungsunternehmen war die ggw insbesondere mit Bezug auf das Gästehaus Heege stärker von der Pandemie betroffen. Die coronabedingten Einschränkungen hatten sich bereits im April 2020 erheblich auf die Anzahl der Gästeübernachtungen ausgewirkt. Maßgeblich dafür war das seit Mitte März 2020 geltende Beherbergungsverbot. Im Jahr 2021 waren in den ersten beiden Quartalen lediglich in den Monaten April und Juni phasenweise Schülerübernachtungen im Haus Heege möglich. Erst ab August hatte sich die Belegungssituation wieder weitgehend normalisiert. Im Geschäftsjahr 2021 lag die Gesamtauslastung coronabedingt somit bei lediglich knapp 50 % (Planwert: 80 %), was zu Mindererlösen in einer Größenordnung von 620.000 Euro führte. Die Erlösausfälle konnten jedoch zu gut einem Drittel durch Kosteneinsparungen und darüber hinaus durch die getätigte Risikovorsorge im Bereich des marktbedingten Leerstandes mit einem Planwert von 3,8 % und einem erreichten Jahresdurchschnittswert von 2,5 % kompensiert werden.

Im Ergebnis ist die ggw gut durch die Corona-Pandemie gekommen. „Durch die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, sowie die Digitalisierung einiger Prozesse konnten wir auch im vergangenen Jahr das Infektionsrisiko sowohl für unsere Kundinnen und Kunden als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle an der Darler Heide stark reduzieren und unseren Service-Level wie gewohnt hochhalten“, freut sich Prokuristin und Leiterin Management Services Michaela Hahn. Den Mitarbeiter*innen der ggw gelang es erneut in einem von der Corona-Krise stark beeinträchtigten Geschäftsjahr an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anzuknüpfen.

Neubau von barrierearmen Wohnungen und der Beitrag zum Klimaschutz
Im Geschäftsjahr 2021 wurde die neue Wohnanlage „Im Waldquartier“ im Stadtteil Resse fertiggestellt und bezogen. Dieser Wohnungsneubau ergänzt den ggw-Bestand um weitere 20 zeitgemäße und barrierearme Wohnungen. Neben einer klimafreundlichen Pelletheizung realisierte die ggw erstmals eine solare Mieterstromanlage, die elektrische Energie für alle Wohneinheiten erzeugt. Pro Jahr werden so rund 30 Tonnen CO2 eingespart. „Mit unseren Neubauprojekten setzen wir einen besonderen Akzent auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Für die Mieterinnen und Mieter bringt das angesichts der derzeit explodierenden Energiekosten auch finanziell große Vorteile mit sich. In Gelsenkirchen besteht weiterhin eine große Nachfrage nach barrierearmen Wohnungen. Diesen Bedarf wollen wir mit unseren Neubauprojekten decken“, betont Geschäftsführer Harald Förster. 

Zwei weitere ggw-Neubauprojekte mit insgesamt 55 barrierearmen Wohnungen waren bereits 2021 im Bau. Der Neubau „Am Virchowbogen“ mit insgesamt 24 barrierearmen und modernen Wohnungen für Ein- und Zwei-Personenhaushalte konnte im Juni dieses Jahres fertiggestellt werden. Das Projekt „Heidehof“ befindet sich zurzeit noch im Bau und soll bis voraussichtlich Ende 2023 mit insgesamt 31 Wohneinheiten bezugsfertig sein.

Die ggw hat bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 mehr als 700 Wohnungen und damit annähernd 15 % des gesamten Wohnungsbestandes vollständig oder im Hybridverfahren mit Wärme aus regenerativen Energiequellen (insbesondere Holzpellets) versorgt.

Immobilienmanagement
Auch in 2021 setzte die ggw wieder umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungs-maßnahmen um. Das Instandhaltungsbudget betrug im Geschäftsjahr 2021 im Mittel 16,91 Euro pro Quadratmeter. Ein großes Modernisierungsprojekt der ggw, die energetische Quartiersentwicklung in der Schievenfeld-Siedlung, wurde auch 2021 weiter vorangetrieben. Keller, Decken und Dächer wurden in den letzten sieben Jahren gedämmt, neue Fenster und Eingangstüren eingebaut, eine neue Heizanlage für die gesamte Siedlung eingerichtet. Die neue Anlage wird mit Holzpellets betrieben und ist Teil eines Neubaus der ggw mit insgesamt acht barrierefreien und teilweise rollstuhlgerechten Wohnungen.

In den nächsten zwei Jahren plant die ggw rund 18 Mio. Euro in die energetische Sanierung von drei Liegenschaften mit in Summe ca. 200 Wohnungen zu investieren. Geplant sind nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität im Bestand, die die Attraktivität der Gebäude und Wohnungen weiter steigert, was unter anderem auch zur Werterhaltung der Gebäude beiträgt.

Neubauprogramm für Kitas und Schulen
Da der Bedarf an Kita- und Schulplätzen auch in Gelsenkirchen wächst, startete die Stadt 2020 ein Neubauprogramm für Kitas und Schulen. Bei der Lösung dieser anspruchsvollen Aufgabe hat sich die ggw frühzeitig eingebracht und bereits 2021 erste Ergebnisse erzielt. „Im Eiltempo Raum für die Zukunft schaffen und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur, wie Schulen und Kindertagesstätten, bereitstellen – das ist der ggw im letzten Jahr unter anderem mit der Grundschule an der Caubstraße gelungen. Die vormals als Wohnstandort genutzte ggw-Liegenschaft ist sehr kurzfristig in Schulraum für die Primarstufe umgewandelt worden“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Lukas Günther. Die beiden Bestandsgebäude an der Caubstraße wurden modernisiert und funktionsgerecht umgebaut. So entstand eine zweizügige Grundschule mit acht Klassenzimmern, vier Gruppen- und vier Mehrzweckräumen, Küche und Mensa, zeitgemäßer Ausstattung und neu gestaltetem Schulhof.

2021 startete auch der Bau der Grundschule an der Ebertsteinstraße. Nach einer Bauzeit von nur 14 Monaten wurde die Schule im August 2022 fertiggestellt und konnte pünktlich zum Schuljahresbeginn von den Erstklässler*innen eingeweiht werden. Die ggw setzt auch hier auf ein umweltfreundliches Energiekonzept – so wird das Gebäude unter anderem mit klimafreundlicher Fernwärme sowie einer Photovoltaikanlage versorgt. Ergänzt wird das Konzept durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Begrünung der Dächer und Fassade. Auch das Regenwasser macht sich die ggw zunutze: Mit Bewässerungsrigolen und Zisternen wird ein ökologisch-nachhaltiger Betrieb des grünen Schulhofes ermöglicht.

Der Kitaneubau hatte in den vergangenen Jahren bereits an Fahrt aufgenommen und auch im vergangenen Geschäftsjahr konnte die ggw ein Neubauprojekt abschließen und ein weiteres Vorhaben beginnen. Die Kita an der Kanzlerstraße wurde im April 2021 fertiggestellt und bietet nun 80 weitere Betreuungsplätze für Gelsenkirchener Kinder. Weitere 100 Kita-Plätze stellt die neue Kita an der Leithestraße im Stadtteil Ückendorf zur Verfügung. Diese konnte vor kurzem eingeweiht werden. 

Belegschaft und Ausbildung 
Die ggw beschäftigt zum Jahresende 71 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 69) und reagiert mit attraktiven Ausbildungsplätzen auf die spürbare strukturelle Unterversorgung des Gelsenkirchener Arbeitsmarktes. Zum Jahresende wurden bei der ggw zehn Immobilienkaufleute, ein Fachinformatiker für Systemintegration und eine Kauffrau für Büromanagement ausgebildet. Damit weist die ggw eine beachtliche Ausbildungsquote von annähernd 15 % auf. In diesem Jahr starteten wieder vier junge Leute in das Berufsleben bei der ggw.


ggw übergibt Grundschule Ebersteinstraße an die Stadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen, 04. August 2022. Nach gerade einmal 27 Monaten seit den ersten Projektüberlegungen eröffnet in der kommenden Woche die neue Grundschule Ebersteinstraße in Gelsenkirchen und begrüßt alle neuen i-Dötzchen. Umgesetzt wurde das 21,9 Millionen Euro Projekt von der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft mbH, kurz ggw. Am heutigen Donnerstag, den 04. August 2022 übergab Aufsichtsratsvorsitzender Lukas Günther zusammen mit Harald Förster (Geschäftsführer ggw) das Gebäude offiziell an Oberbürgermeisterin Karin Welge.

Zukünftig erwartet die Stadt Gelsenkirchen eine stetig steigende Schülerzahl im gesamten Stadtgebiet. Um diesen Bedarf decken zu können, wurden von den Projektbeteiligten der ggw und der Stadt Gelsenkirchen im Frühjahr 2020 geeignete Standorte für zusätzliche Primarschulplätze identifiziert. Im Frühjahr 2020 begannen die ersten Überlegungen zur Errichtung einer Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der Ebersteinstraße im Stadtteil Schalke, jedoch auch unmittelbar angrenzend an die Stadtteile Bismarck und Bulmke-Hüllen. Dies ist der erste neue Schulstandort in Gelsenkirchen seit 41 Jahren. „Mit viel Energie und Tatendrang hat die ggw hier in Rekordzeit eine vierzügige Grundschule errichtet. Dieser Neubau bietet eine besondere Lernatmosphäre für die Schülerschaft und Lehrkräfte. Die moderne Bauweise und multifunktionale Ausstattung schafft sehr gute Lern- und Arbeitsbedingungen“, erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Lukas Günther.

Die Entwicklung der Gebäudekonzeption erfolgte durch die Baubetreuung Schäf GmbH, Niederlassung Gelsenkirchen, in enger Abstimmung mit den Referaten Bildung, Hochbau- und Liegenschaften und Bauordnung der Stadt Gelsenkirchen. Auch eine vor Ort tätige Schulleitung wurde in den Planungsprozess eingebunden. Die architektonische Gestaltung erfolgte durch das Büro Spittal-Frenking/Schwarz aus Lüdinghausen. Koordiniert wurden der Planungsprozess, die Ausschreibung und die Umsetzung des Bauvorhabens durch die Baubetreuung Schäf GmbH. Bereits im September 2021 konnte mit dem Hochbau des Schulgebäudes, welches eine Nutzfläche von rund 5.400 m² im Schulgebäude und 1.175 m² an Nutzfläche in der Zweifeldsporthalle aufweist, gestartet werden. „Unser Hauptaugenmerk lag auf der Einhaltung des Zeitplans und der Materialverfügbarkeit. Diese war bedingt durch COVID-19 und verstärkt durch den russischen Angriff auf die Ukraine erheblich beeinträchtigt“, erklärt Harald Förster, Geschäftsführer der ggw.

Die Fertigstellung des Schulgebäudes erfolgt nun nach nur 27 Monaten seit den ersten Projektüberlegungen oder 11 Monaten nach Beginn der Hochbauarbeiten, wie zu Beginn in Aussicht gestellt, pünktlich zum Schuljahresbeginn 2022. Auch die Turnhalle wird nur wenige Tage später in Betrieb gehen können.

Seitens der Stadt Gelsenkirchen erhält die hochmoderne Grundschule zudem eine innovative digitale Ausstattung. Das neue Gebäude wird unter anderem mit modernen Techniktürmen für forschendes und entdeckendes Lernen, Kulissen und Ton- und Lichttechnik, aber auch mit gemütlichen Rückzugsbereichen für eine kreative Auszeit ausgestattet. Das im Erdgeschoss geplante Familienzentrum soll der aktiven Elternarbeit dienen, ein separater Zugang ermöglicht eine eigenständige Nutzung auch außerhalb des Schulbetriebes. „Diese Schule bietet die neuesten technischen Standards. In den Klassenräumen befinden sich interaktive Tafeln und Schülerarbeitsplätze für digitales Arbeiten. Wir sind sehr stolz auf dieses schöne und farbenfrohe Gebäude und ich bin sicher, dass sich hier alle sehr wohlfühlen werden“, zeigte sich Oberbürgermeisterin Karin Welge begeistert über das umgesetzte Projekt. „Es ist auch aus anderen Gründen nicht irgendeine Schule, die wir hier eröffnen. Es ist der erste Schulneubau seit über 40 Jahren. Und es ist erst der Anfang. Wir gehen in den nächsten Jahren ein historisches Schulneubauprogramm an – mit insgesamt acht Bauvorhaben. Wir bauen also ganz konkret an vielen Stellen an der Zukunft unserer Stadt.“

Erklärtes Ziel ist die Errichtung einer klimafreundlichen Schule, die darüber hinaus einen Beitrag zur Klimaresilienz leistet. Das vorgesehene Bebauungskonzept erfüllt auch unter diesen Aspekten hohe Ansprüche, ohne dabei die ebenfalls gebotene Wirtschaftlichkeit außer Acht zu lassen. Das pädagogische Konzept kombiniert in erster Linie die Ideen aus dem inklusorischen Ansatz wie Barrierefreiheit oder Wasch- und Wickelmöglichkeiten mit Differenzierungsmöglichkeiten. Auch werden angemessene Rückzugsorte geschaffen, die eine freie Entfaltung aller Schülerinnen und Schüler ermöglichen.

Hier geht es zum Videobeitrag


ggw feiert Sommerfest in der Schievenfeld-Siedlung

Gelsenkirchen, 17. Juni 2022. Die größte und umfangreichste Modernisierung in der Geschichte der Gelsenkirchener gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (ggw) (Kostenpunkt rund 20 Millionen Euro) wurde nach sieben Jahren erfolgreich abgeschlossen. Dies feierte die Wohnungsbaugesellschaft am heutigen Freitag mit einem großen Sommerfest für ihre Mieter und Mieterinnen in der Schievenfeld-Siedlung in Gelsenkirchen Erle.

Die ggw erwarb die Siedlung mit 96 Häusern und 320 Wohneinheiten Anfang der 1990er Jahre. Ende 2015 begannen die umfangreichen Modernisierungsnaßnahmen.

Unter dem Titel „,Besser Wohnen - energetische Sanierung plus" wurden Balkone angebracht, neue Fenster eingebaut und Fassaden gestrichen. Mit einer neu geschaffenen zentralen Wärmeerzeugungsanlage, an der alle Wohnungen angeschlossen sind, wird die Schievenfeld-Siedlung seit der Modernisierung mit Nahwärme versorgt. "Wir haben in den Wohnungen - zum großen Teil im bewohnten Zustand - neue Bäder eingebaut, Decken gedämmt und Keller trockengelegt.", erklärt Harald Förster, Geschäftsführer der ggw. "Wir sind dankbar, dass die Bewohner und Bewohnerinnen alle so gut mitgespielt haben. Darum hoffen wir, dass wir ihnen mit dem heutigen Fest eine Freude machen können."

Als Dankeschön für das Durchhaltevermögen der Mieter und Mieterinnen gab es bei strahlendem Sonnenschein ein buntes Programm für Groß und Klein. Nach der offiziellen Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Karin Welge, und einer anschließenden Talkrunde mit Harald Förster, Lukas Günther (Vorsitzender Aufsichtsrat ggw) sowie Alexander Rychter (Verbandsdirektor VDW), begann das Bühnenprogramm mit Zaubershow, Gesangs- und Showeinlagen sowie einer großen Verlosung.


Bauarbeiten der Grundschule an der Ebersteinstraße schreiten zügig voran

Gelsenkirchen, 15. Februar 2022. In Rekordzeit entsteht auf einem 7.500 Quadratmeter großen Grundstück an der Ebersteinstraße in Gelsenkirchen-Mitte eine vierzügige Grundschule mit Zweifeld-Sporthalle. Auch wenn das geplante Richtfest aufgrund von Corona ausfallen musste – die Rohbauarbeiten wurden nun erfolgreich abgeschlossen.

Um den Bedarf an Schulplätzen in Gelsenkirchen zu decken, baut die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH (ggw) seit Juni 2021 eine neue Grundschule an der Ebersteinstraße. Das Ziel: Schon zu Beginn des nächsten Schuljahres im August 2022 soll die Schule ihren Lehrbetrieb starten. Eine modulare Bauweise mit Fertigbauelementen in Kombination mit der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Schul- und Bauverwaltung, Planern und bauausführenden Unternehmen ermöglicht die Fertigstellung der neuen Schule innerhalb einer Bauzeit von nur 14 Monaten.

Die Rohbauarbeiten der Schule und der dazugehörigen Turnhalle wurden vollumfänglich abgeschlossen, so dass Anfang Januar bereits die Abnahme durch das Bauordnungsamt stattfinden konnte. Alle Fenster wurden montiert und das Dach ist gegen das Gelsenkirchener Regenwetter abgedichtet. Aktuell laufen die Arbeiten im Innenbereich auf Hochtouren, es wurde mit dem Trockenbau sowie mit Elektroarbeiten begonnen und die Gebäude werden an die Fernwärme angeschlossen.

Insgesamt investiert die ggw 22 Millionen Euro in den Neubau der dreigeschossigen Grundschule mit dazugehöriger Zweifeld-Turnhalle. Die Wohnungsbaugesellschaft setzt auf ein umweltfreundliches Energiekonzept – so wird das Gebäude unter anderem mit klimafreundlicher Fernwärme sowie einer Photovoltaikanlage versorgt. Ergänzt wird das Konzept durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Begrünung der Dächer und Teilen der Fassade. Auch das Regenwasser macht sich die ggw zunutze: Mit Bewässerungsrigolen und Zisternen wird ein ökologisch-nachhaltiger Betrieb des grünen Schulhofes ermöglicht.

Hier können Sie sich den Baufortschritt im Zeitraffer anschauen. 


Die AWO Service GmbH übernimmt zum Schuljahresbeginn die Mensa im Haus Heege

Luftbild Haus Heege, Bildnachweis: ggw / Fotograf Gerd Kaemper

Das Haus Heege liegt in der Nähe der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen-Buer und ist unteranderem ein Wohnheim für Schüler, ein Ort für Workshops und Seminare sowie ein Freizeit- und Urlaubsort.

Unter der Trägerschaft der ggw - gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbh wurde es gebaut in den 80er und 90er Jahren. Das Haus Heege bietet in 174 Doppelzimmern Platz für 348 Bewohner und beschäftigt aktuell 22 Mitarbeiter bei einem Umsatzvolumen von ca. 2 Mio. p.a.

Das Gästehaus Heege beherbergt Schüler des Hans-Schwier-Berufskollegs, das sich in der unmittelbaren Nachbarschaft befindet. In Unterrichtsblöcken werden im Hans-Schwier-Berufskolleg insgesamt 20 verschiedene Berufe schulisch ausgebildet, unteranderem: Steinmetze, Stuckateure und Schädlingsbekämpfer. Die Schüler sind zwischen 16 und 23 Jahre und bleiben ca. zwei bis vier Wochen vor Ort. Das Haus Heege sorgt für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung in dieser Zeit.

Ein besonderes Merkmal ist die pädagogische Betreuung. Die Schüler finden hier vertrauensvolle Kontakt Personen. „Es ist wichtig, dass alle sich wohlfühlen“, erklärt Michael Schröder (Einrichtungsleiter im Haus Heege) „Das sind junge Leute, viele sind zum ersten Mal von zu Hause weg und absolvieren hier in Gelsenkirchen ihren Blockunterricht“.

Zwei Bundeskegelbahnen, ein eigener Kraftraum, Kicker, Tischtennis und abendliche Sportangebote in der Sporthalle des Hans-Schwier-Berufskollegs tragen dazu bei, dass die Schüler vom anstrengenden Schulalltag in der Freizeit entspannen können. Im Sommer wird dieses Freizeitangebot noch durch einen Grillplatz und ein Mehrzweckspielfeld im Außenbereich ergänzt.

Die Mensa umfasst eine Größe von ca. 450 qm und kann bis zu 160 Schüler gleichzeitig aufnehmen. Die durchschnittlich ausgegebenen Mahlzeiten (Frühstück/Mittag/Abendessen) belaufen sich im Monat auf ca. 9.000.

Zum Schuljahresbeginn 2021 wird die Mensa von dem Gelsenkirchener Integrationsunternehmen AWO Service GmbH übernommen und bietet drei abwechslungsreiche Mahlzeiten täglich an.

„Wir sind froh, dass wir ein Gelsenkirchener Unternehmen für die Übernahme der Mensa im Haus Heege gefunden haben“, sagt Stefan Eismann (Prokurist und Leiter der Hausbewirtschaftung der ggw) und erzählt weiter „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, die Lokale-Wirtschaft zu unterstützen und mit dem Integrationsunternehmen AWO Service GmbH haben wir den perfekten Partner, passend zum Konzept von Haus Heege, an unserer Seite“.

Seit über neun Jahren betreibt die AWO Service GmbH als Integrationsunternehmen Personalkantinen, Bistros und bewirtet Veranstaltungen bis zu 1.000 Personen auch im externen Cateringbereich. Als Integrationsunternehmen sind mindestens 40% der Mitarbeitenden Menschen mit Handicap – die meisten sind unbefristet und sozialversicherungspflichtig das erste Mal am Arbeitsmarkt beschäftigt.

Ein Integrationsunternehmen verfolgt das Ziel Menschen mit Handicap den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen und soweit zu entwickeln das Sie auch an diesem langfristig bestehen können. Zusätzlich werden Sie im sozialen Bereich unterstützt. Die AWO Service GmbH stellt aus dem bestehenden Haus Heege Team sieben Mitarbeiter und zusätzlich vier Mitarbeiter mit Handicap ein.

Das Angebot im Speisenplan beinhaltet drei verschiedene Speisen täglich, darunter immer eins vegetarisch/vegan und eins ohne Schweinefleisch. Zusätzlich wird drauf geachtet, hauptsächlich frische und saisonale Produkte anzubieten.

„Auf Grund der verschiedenen Nationalitäten werden wir unser Angebot von Speisen und Getränken stetig anpassen, sodass wir den verschiedenen Ansprüchen der Gäste und Schüler gerecht werden und diese sich freuen zu uns in die Mensa zu kommen“ sagt Carsten Wiegand (Geschäftsführer AWO Service GmbH) und erläutert weiter „Dabei werden uns Befragungen, die wir regelmäßig durchführen, helfen die Wünsche zu ermitteln und umzusetzen“.


Kontaktdaten AWO:
Carsten Wiegand 
Geschäftsführer
AWO Service GmbH
Grenzstrasse 47
45881 Gelsenkirchen
Tel: 0209 4094 119
E-Mail: carsten.wiegand@awo-catering-ge.de


Richtfest am Virchowbogen – Revitalisierung der Bochumer Straße schreitet voran

Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen – das viergeschossige Gebäude mit geschwungenem Baukörper und aufgesetztem Staffelgeschoss ist deutlich zu erkennen. Auf rund 1.500 m² Gesamtwohnfläche entstehen insgesamt 24 barrierarme und moderne Wohnungen für Ein- und Zwei-Personenhaushalte. 20 dieser Wohnungen werden aufgrund der überwiegend in Anspruch genommenen öffentlichen Wohnraumförderung zu attraktiven Mietkonditionen von anfänglich 5,80 €/m² angeboten. Die vier Wohnungen im Staffelgeschoss sind hingegen frei finanziert und werden voraussichtlich zum marktüblichen Mietzins i.H.v. 9,00 €/m² vermietet. Alle Wohnungen sind durch einen Aufzug zu erreichen und verfügen über Loggien oder Dachterrassen bei Wohnflächen zwischen 55-60 m². Darüber hinaus bestechen die Wohnungen durch helle Wohnräume und großzügige, offene Grundrisse.

 

 

 

 

 

 

 

 

Problemimmobilie an der Bochumerstraße 167, Bildnachweis: ggw / Fotograf Gerd Kaemper, Neubau am Virchowbogen, Visualisierung: TOR 5 Architekten BDA

 

Rückblick

Bereits im Jahr 2013 bekundete die ggw Interesse an dem Grundstück Bochumer Straße 167. Nach langen schwierigen Verhandlungen konnte die ggw das Grundstück schließlich  im Jahr 2017 erwerben. Anschließend hat die ggw dann das Eckgebäude Bochumer Straße 169 von der SEG (Stadterneuerungsgesellschaft Gelsenkirchen Verwaltungs-GmbH) erworben, um dann mit den Planungen für das neue Quartier zu starten. Ziel war es, auch im Stadtteil Ückendorf im Zuge der Stadtreparatur günstigen, modernen und vor allem barrierearmen Wohnraum zu schaffen.

Im Zuge der Rückbauarbeiten der Problemimmobilie an der Bochumer Straße 167 wurde auf der Giebelfassade des Nachbargebäudes eine historische Werbemalerei freigelegt. Nach der Prüfung der Unteren Denkmalbehörde wurde die Werbeschrift als denkmalwürdig erachtet und als Baudenkmal unter Schutz gestellt.

Die Werbemalerei „Gut sitzende Anzüge & Überzieher kauft man am besten bei Alexander“ auf dem Gebäude aus dem Jahre 1911, ist ca. 7,5 Meter x 11,5 Meter groß und ist in einem tadellosen Zustand.

„Damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, sagt Harald Förster (Geschäftsführer der gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbh), „Wir haben dann aber schnell gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, dem Institut für Stadtgeschichte, der unteren Denkmalbehörden sowie mit dem Architektenbüro TOR 5 Ideen entwickelt, um die Erinnerung an den historischen Schriftzug und seine Geschichte aufrecht zu erhalten.“

Historische Werbemalerei: „Gut sitzende Anzüge & Überzieher kauft man am besten bei Alexander“, Bildnachweis: ggw, Fotograf: Gerd Kaemper

 

Im Hauseingangsbereich des Neubaus wird nun eine großformatige Alu-Dibond-Tafel mit einem Bild der kompletten Giebelfassade montiert. Der Standort wird so gewählt, dass die Tafel möglichst auch von der Straße aus durch die Hauseingangstür des Neubaus gesehen werden kann. An der Fassade wird ein QR-Code installiert, der zu einer Website mit weiteren Informationen und Bildern führt.

Im 3. Obergeschoss wird in der Giebelwand eine Festverglasung im Bereich des „Ü“s eingesetzt, damit ein Blick auf einen Teil der ursprünglichen Werbeschrift dauerhaft bestehen bleibt. Rechts neben dem "Ü“ wird eine weitere Tafel angebracht, auf der der vollständige Werbeschriftzug zu sehen sein wird. Das "Ü" soll übrigens auch die Verbindung zum Stadtteil Ückendorf herstellen.

Nach Absprache werden Besichtigungen des Treppenhauses in Verbindung mit einer Führung durch die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen oder dem ISG (Institut für Stadtgeschichte) möglich sein.

„Diese original erhaltene Werbemalerei vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist ein sehr wichtiges Zeugnis des jüdischen Lebens in Gelsenkirchen vor dem Holocaust. Hier gab es viele jüdische Geschäfte und Kaufhäuser, die alle in der Reichspogromnacht zerstört wurden. Daher ist der Erhalt dieser Inschrift ein wichtiger Beitrag gegen das Vergessen“, sagt Judith Neuwald-Tasbach (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen).

Um den historischen Ausschnitt des Denkmals wie geplant hervorheben zu können, wurde wegen der daraus resultierenden baulichen, denkmalrechtlichen und brandschutztechnischen Auflagen eine Nachtragsgenehmigung zur Baugenehmigung erforderlich. „Wir können aber trotz des Nachtrags den Neubau im vorgesehenen Zeitplan umsetzten“, so Sara Krtschil (Bauleiterin des Neubaus Am Virchowbogen der ggw).

„In dem Zuge wollen wir uns auch noch einmal ausdrücklich beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und bei der NRW.Bank für die Unterstützung des Projekts bedanken“, ergänzt Harald Förster (Geschäftsführer der ggw). "Ohne das attraktive Förderdarlehen des Landes NRW wäre es uns nicht möglich gewesen, hier attraktiven und günstigen Wohnraum zu errichten."

 

Ausblick

„Der Virchowbogen ist ein gutes Beispiel für das, was wir an vielen Stellen der Stadt derzeit tun und noch tun werden: Nämlich gezielt Problemimmobilien vom Markt zu nehmen, sie zu sanieren oder niederzulegen und Neues entstehen zu lassen. Das ist ein entscheidender Baustein, um Stadtquartiere zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Und hier in Ückendorf entlang der Bochumer Straße sehen wir, dass diese Strategie Früchte trägt“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge.

„Nicht nur Künstlerinnen, Künstler und Kreative aus aller Welt entdecken das Quartier als neuen Arbeitsort, sondern auch Gelsenkirchener entscheiden sich bewusst für Ückendorf als neuen Wohnort“, berichtet Lukas Günther (Aufsichtsratsvorsitzender der ggw) und führt fort „Mit dem Virchowbogen beseitigen wir nicht nur eine weitere Problemimmobilie, sondern entwickeln das Miteinander im Stadtteil aktiv mit und geben dem ganzen Kreativquartier Ückendorf neue Perspektiven. Ein weiterer großer Schritt für das Quartier ist der Neubau der ggw. Somit ist die ggw Ihrem gesetzten Ziel in jedem Stadtteil barrierearmen Wohnraum zu schaffen, wieder ein Stück nähergekommen.“

Die Fertigstellung des Bauvorhabens Virchowbogens ist für das zweite Quartal 2022 geplant. Eine gute Anbindung an den ÖPNV sowie fußläufig erreichbare Nahversorgungsmöglichkeiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs runden das Standortangebot der neuen Wohnbebauung im Revitalisierungsgebiet an der Bochumer Straße sinnvoll ab. Die ggw ist zuversichtlich gestimmt, dass nicht nur die geförderten, sondern auch die frei finanzierten Wohnungen zeitnah Mieter:innen finden.

Bei Interesse besteht die Möglichkeit, sich in einer Interessiertenliste vormerken zu lassen. Telefonisch unter folgender Rufnummer: 0209/706-1064 oder per E-Mail: vermietung(at)g-g-w.de.


GAFÖG und ggw unterstützen Sozialen Arbeitsmarkt

- Teilhabechancengesetz bietet Langzeitarbeitslosen eine nachhaltige Beschäftigungsperspektive -

Gelsenkirchen. GAFÖG und ggw unterstützen die Einrichtung eines Sozialen Arbeitsmarkts in Gelsen­kirchen. Grundlage dafür ist das Teilhabechancengesetz, das am 01 Januar 2019 in Kraft trat. Es bietet Personen, die über 25 Jahre alt sind und in den letzten 7 Jahren mindestens 6 Jahre SGB-II-Leistungen bezogen haben, eine nachhaltige Beschäftigungsperspektive. Durch die Reintegration in das Erwerbs­leben werden die Lebenslagen sozial benachteiligter Menschen, wie vom Teilhabechancengesetzt be­absichtigt, spürbar verbessert.

Die GAFÖG beschäftigt im Rahmen des Teilhabechancengesetzes (§ 16i SGB II) mittlerweile 131 ehemals langzeitarbeitslose Menschen. Dazu GAFÖG-Geschäftsführer Folker Gebel: „Seit der Gründung der GAFÖG im Jahr 1992 ist öffentlich geförderte Beschäftigung für uns ein überaus wichtiges Geschäftsfeld. Deshalb haben wir uns immer an entsprechenden Förderprogrammen des Bundes, des Landes NRW und der Stadt Gelsenkirchen beteiligt und unterstützen aktuell In­tegrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen und Stadt bei der Einrichtung eines Sozialen Arbeits­marktes.“

Die geförderten Mitarbeiter:innen werden - wie es der Gesellschaftsvertrag der GAFÖG vorsieht - im Rahmen von Auftragsarbeiten eingesetzt. Ein Beispiel guter Praxis dafür sind Flurreinigungsarbeiten, die in Immobilien der ggw durchgeführt werden. Diese umfassen beispielsweise die Reinigung von Fluren, Fenstern, Haustüren und Kellergängen. Nach einer durchgeführten Zufriedenheitsanalyse der ggw Mieter:innen, stellte sich heraus, dass sich die ggw und ihre Mieter:innen einig sind: Die Sauberkeit und ein gepflegter erster Eindruck der Immobilien steht an oberster Stelle. Das hat die ggw weiterhin bestärkt, sukzessive den kompletten Bestand auf eine Unterhaltsreinigung umzustellen. Derartige Arbeiten sind erfahrungsgemäß dazu geeignet, ehemals langzeitarbeitslosen Personen den Wiedereinstieg in das Erwerbsleben zu ermöglichen. Die geförderten Personen sind Mitglieder in einem erfolgreichen Team und können dadurch ihr Selbstbewusstsein stärken.

„Die ausgeführten Auftragsarbeiten werden von unseren Mitarbeiter:innen als Herausforderung und nicht als Überforderung erlebt. Mit zunehmender Beschäftigungsdauer werden die Arbeitsanforderungen sukzessiv erhöht und unsere Mitarbeiter:innen dazu befähigt, ihre berufsfachlichen Fähigkeiten zu erweitern“, bringt Ralf Matrisch, Betriebsleiter der GAFÖG, den Beschäftigungszweck auf den Punkt.

Die geförderten Personen werden an den Einsatzorten von erfahrenen Fachkräften angeleitet. Dabei handelt es sich in der Regel um Handwerks- und Industriemeister oder um staatlich geprüfte Techniker.

„Wir konnten bereits 698 Mietparteien ein Angebot zur Übernahme der Flurreinigung durch die GAFÖG vorlegen“, stellt Christoph Köhler (Stellvertretender Abteilungsleiter kfm. Hausbewirt­schaftung ggw) fest und freut sich über durchweg positiven Rückmeldungen, „Einige Mieter:innen waren so von der Qualität der Arbeit überzeugt, dass im Nachgang das Angebot doch angenommen wurde.“

Der umfangreiche Service, welcher für ca. 10,00 € pro Monat angeboten wird, wird über die Betriebskosten abgerechnet. Das Angebot für die Mietparteien ist freiwillig, die Mieter:innen können auch eigenständig für die Reinigung aufkommen.

Ein Beispiel für eine bei der Flurreinigung zum Einsatz kommende Mitarbeiterin ist Silke Gostomski. Sie ist 44 Jahre alt, war vor ihrer Einstellung 7 Jahre arbeitslos und ist seit 2 Jahren im Service-Bereich der GAFÖG tätig. Sie fasst ihre Erfahrungen wie folgt zusammen: „Ich bin froh, wieder arbeiten zu können; meine Arbeit im Service-Team bereitet mir Freunde. Die Kolleginnen und Kollegen sind freundlich, unsere Vorgesetzten leiten uns fachlich an und behandeln uns dabei immer mit Respekt.“

„Wir freuen uns sehr, unseren - zum Teil langjährigen – Mieter:innen ein solches Angebot machen zu können, gleichzeitig den sozialen Arbeitsmarkt zusammen mit der GAFÖG zu unterstützen und somit Langzeitarbeitslosen eine zweite Chance geben zu können“, erklärt Stefan Eismann, (Pro­kurist und Leiter der Hausbewirtschaftung der ggw).


Umbau und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes der ggw

Mobile Bürocontaineranlage mit Büros für die Mitarbeitenden der ggw, im Hinblick auf die aktuelle Pandemiesituation, Bildnachweis: ggw

Die wachsenden Aufgaben bei der gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbH sowie die umfangreiche Ausbildungstätigkeit machen eine Erweiterung des Verwaltungsgebäudes erforderlich. Mit dem Umbau des 1. Obergeschoss der Darler Heide 98 zu Büroflächen, der Neugestaltung bestehender Büroflächen im EG und dem Neubau des Eingangsbereiches über zwei Etagen sollen insgesamt acht neue Büros, weitere Besprechungsräume, Aktenräume und Stellflächen geschaffen werden. Über einen Aufzug sollen die Büros kundschafts- und belegschaftsfreundlich sowie barrierearm erschlossen werden. Neben der Neugestaltung der Außenanlagen und Zuwegungen werden in diesem Zusammenhang auch neue Parkplätze für Elektrofahrzeuge realisiert.

In den 60er-Jahren hatte die ggw ihre Geschäftsräume noch am Russelplatz in Gelsenkirchen-Buer. Nach und nach wurde immer mehr Personal eingestellt, sodass die Räumlichkeiten zu klein wurden. Im Jahre 1963 konnte die ggw ihren Geschäftssitz an der Darler Heide 100 beziehen. Mit der Erweiterung sichert die ggw den Verbleib des Unternehmenssitzes an diesem Standort.

„Wir befinden uns seit gut zehn Jahren auf einem kontinuierlichen Wachstumskurs“, so Harald Förster (Geschäftsführer der gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft mbH), „Die Erweiterung unseres Verwaltungsgebäudes stellt uns gut für die Zukunft auf, um die wichtigen Bausteine – Wohnungsneubau, Stadtreparatur und Schaffung neuer Grundschulen und Kitaplätze – für eine erfolgreiche Stadtentwicklung weiter voranzutreiben.“

Um den Mitarbeitenden während der gesamten Umbauzeit – gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Pandemiesituation – genügend gute und sichere Arbeitsplätze vor Ort anbieten zu können, wurde übergangsweise bereits jetzt eine mobile Bürocontaineranlage errichtet. Die mobile Bürocontaineranlage verfügt über eine moderne Ausstattung und eine hohe Energieeffizienz.

Die ersten vorbereitenden Maßnahmen, wie die Modernisierung der Klimaanlage, die Erneuerung der Brandmelde- und Alarmanlage sowie neue Fensterelemente sind bereits umgesetzt. Die Baugenehmigung für die weiteren Umbaumaßnahmen liegt seit Mitte Mai vor.

Der tatsächliche Baubeginn wird nun vorbereitet, die ggw rechnet mit einem Baustart zum Ende des dritten Quartals 2021, ein genauer Termin kann jedoch aufgrund der immer noch anhaltenden Pandemie nicht abschließend festgelegt werden. Die Umbauzeit erstreckt sich nach Beginn auf ca. zwei Jahre.

 

Haupteingang und Mitarbeitendeneingang der geplanten Umbau- und Erweiterungsmaßahmen des ggw Verwaltungsgebäudes an der Darler Heide 100, Visualisierung: Baubetreuung Schäf GmbH


Heidehof: Neubau an der Darler Heide 30/ Ecke Heistraße – die ggw errichtet weitere barrierearme Wohnungen in Gelsenkirchen-Erle

Aus der Problemimmobilie an der Darler Heide 30 in Gelsenkirchen Erle entwickelt sich ein Neubau mit 31 barrierearmen Wohneinheiten. Bildnachweis: ggw / Fotograf Gerd Kaemper

Die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH beseitigt eine Problemimmobilie in Gelsenkirchen-Erle und leistet damit einen weiteren Beitrag zur Stadtreparatur. Der ansprechende Neubau mit dem geschwungenen Baukörper und aufgesetztem Staffelgeschoss fügt sich architektonisch optimal in die bestehende Bebauung ein.

In dem noch bestehenden Gebäude, war das als Familienbetrieb geführte Hotel Kläsener bis 2009 beheimatet. Die ggw hat das Grundstück im Jahr 2017, nachdem das Gebäude bereits einige Jahre leer stand, erworben. Da sich das Gebäude in einem baulich vernachlässigten Zustand befindet, hat sich die ggw dazu entschlossen, das Gebäude zurückzubauen.

Auf dem rund 1.600 m² großen Grundstück sind 31 barrierearme, freifinanzierte Wohneinheiten geplant. Das energieeffiziente Gebäude, mit KfW-Standard 55 umfasst vier Voll- und zwei Staffelgeschossen und wird mit einem Haupteingang von der Heistraße ebenerdig erschlossen. Die Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen bilden einen Wohnungsmix mit 65 m² bis 110 m² Wohnfläche. Darüber hinaus entstehen auf dem ursprünglichen Garagenhof 15 neue Stellplätze im Freien und neun Garagen, die Zufahrt erfolgt über das angrenzende Nachbargrundstück an der Darler Heide.

Visualisierung Darler Heide 30

Visualisierung Darler Heide 30

 

„Die hohe Nachfrage an barrierearmen Wohnungen im gesamten Stadtgebiet besteht weiterhin. Wir wollen mit den barrierearmen Wohnungen an der Darler Heide 30 in Gelsenkirchen-Erle ein weiteres Angebot schaffen und somit das Quartier zusätzlich stärken.“, so Harald Förster (Geschäftsführer der Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mbH) und erzählt ergänzend „Die freundliche Unterstützung des Projekts durch die angrenzenden Grundstücksnachbarn erachten wir als bemerkenswert und danken hierfür sehr herzlich.“

Angesichts der zentralen und dennoch ruhigen Lage ist die ggw zuversichtlich, dass die Wohnungen gut auf dem Markt angenommen werden.

Die qualitativ gute Ausstattung der Wohnungen wird durch eine vorgesehene Paketbox im Eingangsbereich sowie zwei abschließbare Fahrradabstellanlagen und Vorinstallationen zur Errichtung von vier E-Ladesäulen ergänzt.

„Das Projekt passt gut in die DNA der ggw“, freut sich Lukas Günther, Aufsichtsratsvorsitzender der ggw. „Mit dem ehemaligen Hotel Kläsener beseitigen wir eine weitere Problemimmobilie und schaffen hochwertigen, barrierearmen und energieeffizienten Wohnraum für Gelsenkirchen. Davon profitiert nicht nur die direkte Nachbarschaft in Erle, sondern die ganze Stadt“, führt Günther fort und ergänzt: „Wie bei anderen Bau- und Modernisierungsmaßnahmen werden wir auch in der Darler Heide 30 unseren Mieterinnen und Mieter zukünftig E-Ladesäulen zur Verfügung stellen können und legen bei der Wärmeversorgung Wert auf nachwachsende Rohstoffe. Zwei wichtige Bausteine, um einen kleinen kommunalen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten.“

Der Bauantrag wurde Anfang September 2020 zur Prüfung beim Bauordnungsamt eingereicht. Die Rückbaugenehmigung wurde bereits erteilt und die Arbeiten werden seit Mitte Mai durchgeführt. Ab voraussichtlich Mitte Juli folgen die vorbereitenden Maßnahmen zu den Rohbauarbeiten. Die Fertigstellung erfolgt nach ca. 24 Monaten Bauzeit.

Bei Interesse besteht die Möglichkeit, sich in einer Interessiertenliste vormerken zu lassen. Telefonisch unter folgender Rufnummer: 0209/706-1064 oder per E-Mail: vermietung(at)g-g-w.de

Beispiel einer barrierearmen Wohnung, die sich vom Erdgeschoss bis zum 3. Obergeschoss befinden.

Beispiel einer barrierearmen Wohnung, die sich vom Erdgeschoss bis zum 3. Obergeschoss befinden. Grundriss: TOR 5 Architekten BDA


Beteiligung der ggw am städtischen Ausbauprogramm – Schulen für die Primarstufe

Südansicht der geplanten Grundschule an der Ebersteinstraße, Bildnachweis: Spital-Frenking + Schwarz

Bau einer vierzügigen Grundschule mit Zweifeldsporthalle an der Ebersteinstraße in GE-Mitte

Nach Jahren rückläufiger Zahlen hat sich die demografische Situation im Primarschulbereich seit dem Jahr 2015/2016 erheblich gewandelt. Der Bedarf an Schulplätzen steigt, auch für die nächsten Jahre sind zunehmende Schulkinder zu erwarten. Eine bauliche Entwicklung zusätzlicher Kapazitäten ist daher unumgänglich. Die gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft (ggw) hat in diesem Zuge frühzeitig angeboten, sich aktiv am anstehenden Aufbauprogramm zu beteiligen.

Am Standort Ebersteinstraße in GE-Mitte wird die ggw daher zeitnah auf einem rd. 7.500 m² großen Grundstück eine vierzügige Grundschule mit Zweifeldsporthalle errichten. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Juni 2021 begonnen. Auserkorenes Ziel ist es, die Schule zum Schuljahresbeginn 2022/23 fertigzustellen. Um dieses anspruchsvolle Unterfangen, eine Grundschule innerhalb von ca. 15 Monaten auf einem derzeit noch leeren Grundstück zu errichten, auch sicherstellen zu können, wird das Projekt mithilfe von Fertigteilelementen ausgeführt. 

Für das ambitionierte Bauvorhaben werden Baukosten i.H.v. insgesamt rd. 22,0 Mio. € veranschlagt, von denen 17,0 Mio. € alleine auf das Schulgebäude entfallen. Auf den Etagen des dreigeschossigen Grundschulneubaus entstehen insgesamt rd. 5.400 m² Nutzfläche, welche sich u.a. auf 16 Stammklassenzimmer, 8 Gruppen- sowie 8 Differenzierungsräume, einen großen Küchen- und Mensabereich, eine Bibliothek oder ein Familienzentrum aufteilen. Außerdem wird auf Anregung von Frau Oberbürgermeisterin Welge im Schulgebäude ein modellhaftes „Klassenzimmer der Zukunft“ gestaltet. Ziel hierbei ist es, neue Erkenntnisse in Bezug auf die audiovisuelle Ausstattung von Klassenräumen, die aktuellen technischen Möglichkeiten neuer Lern- und Lehrkonzepte sowie Möglichkeiten für das Erleben und Erlernen von z.B. Wachstumsprozessen (z.B. Pflanzen von Samen) zu vereinen und in einem Klassenzimmer umzusetzen. Darüber hinaus wird eine Sporthalle mit zwei Feldern und insgesamt 1.175 m² Nutzfläche realisiert. Abgerundet wird das Bauvorhaben durch einen rd. 2.000 m² großen, kinderfreundlichen sowie begrünten Schulhof.

Bei der Gestaltung der Raumstruktur kommt ein mit dem Referat Bildung abgestimmtes pädagogisches Konzept zum Tragen. Das Konzept beinhaltet u.a. folgende Ausstattungsmerkmale und Angebote:

  • Möglichkeit der Nutzung von kooperativen und jahrgangsübergreifenden Lernformen
  • Eine rhythmisierte Ganztagsgestaltung zur Verbesserung der Bildungschancen
  • Verzahnung der Vor- und Nachmittagsbereiche durch sinnvolles Raumkonzept
  • Das im EG geplante Familienzentrum soll der aktiven Elternarbeit dienen, ein separater Zugang ermöglicht eine eigenständige Nutzung auch außerhalb des Schulbetriebes
  • Die Klassen- und Gruppenräume erhalten Sichtverbindungen durch Glaswände, halbhoch ab Brüstung, um eine Überschaubarkeit in andere Räume zu gewährleisten
  • Die Klassenräume werden aus Gründen des Infektionsschutzes mit Doppelwaschbecken ausgestattet

Die ggw hat sich hierbei das Ziel gesetzt, eine möglichst klimafreundliche Schule zu bauen, die auch einen Beitrag zur Klimaresilienz leistet. Das Energiekonzept sieht hier u.a. klimafreundliche Fernwärme, eine Photovoltaikanlage, extensive Dachbegrünung, dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und eine partielle Begrünung der Fassade vor. In Summe wird so mindestens ein KfW-70 Energiestandard für Nichtwohngebäude erreicht.


APD und ggw bieten Pflege-Azubis kostengünstige Wohnungen an

Vollmöbliert zum fairen Preis: Neue Azubi-Wohnungen an der Gabelsberger Straße bieten Platz für zwei Personen – Pauschal-Miete von 330,- EUR pro Monat und Mieter:in – ggw: Unser Beitrag zur Ausbildung von Pflegefachkräften

Gelsenkirchen, im März 2021. Corona zeigt es deutlich: Noch nie war die Personalnot in der ambulanten Pflege so groß wie heute. Um im Wettbewerb um die besten Köpfe zu bestehen, hat sich die APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH, einer der größten und umsatzstärksten privaten ambulanten Pflegeanbieter der Stadt, jetzt mit der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (ggw) zusammengetan. Mitte März übergab die ggw zwei Wohnungen für Pflege-Azubis an die APD – bezugsfertig, vollmöbliert und zentral an der Gabelsberger Straße gelegen. Zum 1. April können diese offiziell von den neuen Mieterinnen und Mietern bezogen werden.

Schlüsselübergabe

Schlüsselübergabe: Stefan Eismann (links), Prokurist der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft ggw, übergibt den Schlüssel der APD-Azubi-Wohnung an die erste Mieterin (Mitte), die bei der APD eine Ausbildung zur Pflegefachfrau absolviert. Bei der APD ist Nadine Seelig (rechts) für die Vermietung der beiden Azubi-Wohnungen zuständig. Foto: Gerd Kaemper / ggw

Die APD, 1993 in Gelsenkirchen gegründet, hat 450 Mitarbeitende, darunter 70 Auszubildende für den Beruf der Altenpflegefachkraft. Neuerdings absolvieren die APD-Azubis ihre theoretische Ausbildung in einer eigenen Pflegefachschule. Das hochmoderne Kompetenzzentrum Pflege, eine Kooperation der APD mit der TOP-Pflegeschule Bottrop/Essen, befindet sich im Erdgeschoss der APD-Zentrale am Margarethe-Zingler-Platz in der Gelsenkirchener Altstadt. Der erste APD-Jahrgang – insgesamt 18 junge Frauen und Männer – haben zum 1. November nach der neuen generalistischen Ausbildungsordnung ihren Berufsweg begonnen.

Unternehmen müssen mehr tun

Mit einem guten Aus- und Weiterbildungsangebot allein jedoch sei es nicht getan, um junge Menschen für die Pflege zu begeistern, die Unternehmen müssten mehr tun, sagt APD-Chef Claudius Hasenau. In der Führungsetage der ggw fand die APD, die Ende November für „Excellence made in Germany“ mit dem renommierten Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet wurde, engagierte Mitstreitende. Parallel zur Eröffnung der Pflegefachschule wird die APD – unterstützt von der ggw – in Zukunft Azubiwohnungen zur Verfügung stellen. Mietverträge für zwei Wohnungen an der nahegelegenen Gabelsberger Straße wurden bereits unterzeichnet. Die Grundrisse der Wohnungen sind gut geeignet, um jeweils zwei Auszubildende pro Wohnung unterzubringen. Zum 1. April 2021 sollen beide Wohnungen bezugsfertig und vollmöbliert an die ersten Mieterinnen und Mieter übergeben werden können.


Versorgung Pflegebedürftiger dauerhaft sichern

„Als kommunales Wohnungsunternehmen der Stadt Gelsenkirchen freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit der APD. Wir finden es enorm wichtig, unseren Beitrag zur Ausbildung zukünftiger Pflegekräfte der APD zu leisten und damit die Versorgung pflegebedürftiger Menschen in unserer Stadt dauerhaft zu sichern“, sagt Stefan Eismann, Prokurist und Leiter der Abteilung für Hausbewirtschaftung der ggw. Dabei legt das städtische Wohnungsunternehmen besonderen Wert darauf, „die Wohnungen, welche sich in unmittelbarer Nähe zur neuen Pflegefachschule befinden, zu fairen Konditionen anzubieten. Die Bruttowarmmiete pro Person für die vollmöblierte Wohnung wird monatlich pauschal 330,- Euro betragen.“


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Grüne Fahrzeugflotte

Die gelsenkirchener gemeinnützige wohnungsbaugesellschaft setzt als moderne und zukunftsorientierte, kommunale Dienstleisterin der Stadt Gelsenkirchen bereits seit mehreren Jahren schon auf emissionsfreie Fahrzeuge und leistet so ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Wohnungsbesichtigungen, der tropfende Wasserhahn oder eine Großmodernisierung – es gibt für ein Serviceunternehmen viele unterschiedliche Gründe für Fahrten zu unseren Häusern. Dies erfolgt nun immer sauberer und leiser, aber dennoch zügig, denn die ggw rüstet ihren Fuhrpark für diese Wege im Stadtgebiet Schritt für Schritt immer weiter mit neuen Elektrofahrzeugen aus. Insgesamt sieben Elektromobile befinden sich mittlerweile in der Fahrzeugflotte, davon fünf vollelektrische Fahrzeuge und zwei Hybridfahrzeuge. „Elektrofahrzeuge stoßen keine Schadstoffe aus und verursachen kaum Lärm, daher sind sie für die Nutzung im sensiblen innerstädtischen Bereich optimal geeignet“, erklärt Harald Förster, Geschäftsführer der ggw.

Bereits seit 2014 sind zwei Elektrofahrzeuge Bestandteil des Fahrzeug-Pools der ggw. Durch fünf Neuzugänge aus den Jahren 2019 und 2020 ist – Stand heute – bereits fast die Hälfte des gesamten ggw Fuhrparkes elektrifiziert.

Doch damit nicht genug!  Ziel ist es, den Anteil der E-Mobilität in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter auszubauen., damit die CO2-Emissionen weiter minimiert werden können.  „Bei den Mitarbeitenden der ggw fallen in der Regel nur innerstädtische Fahrten an. Für diese überschaubaren Wegstrecken sind Elektrofahrzeuge für uns bestens geeignet, zumal diese an unseren eigenen Ladestationen an der Geschäftsstelle geladen werden können “, erläutert Michaela Hahn, Leiterin Managementservices der ggw. 

Die ggw setzt aber nicht nur mit der fortlaufenden Anschaffung von Elektrofahrzeugen unterschiedlicher Hersteller ihren Weg in Richtung einer schadstofffreien Mobilität der Mitarbeitenden konsequent fort. Ergänzt wird dies auch mit der Bereitstellung von E-Bikes, die gerade für Kurzstrecken besonders gut geeignet sind und von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerne genutzt werden. Wir haben bislang gute Erfahrungen mit unserer Elektroflotte gemacht und die staatlichen Förderprogramme sind sicherlich hilfreich, die Elektrifizierung – insbesondere in den Städten – zu intensivieren.

 


Verleihung der silbernen Ehrennadel des Verbands der Wohnungswirtschaft Rheinland-Westfalen (VdW) an drei Mitglieder des ggw Aufsichtsrates

Seit der Gründung der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft im Jahre 1950, gestalten die Mitglieder:innen des Aufsichtsrats die Entwicklung des Unternehmens mit. Der Aufsichtsrat nimmt eine beratende und unterstützende Funktion im Rahmen der Geschäftstätigkeit, insbesondere der Bautätigkeit, der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft und des Risikomanagements ein. Er beaufsichtigt damit die Geschäftsführung.

Für den ehrenamtlichen Einsatz und die jahrelange Unterstützung und Begleitung der Gelsenkirchener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft möchte die ggw an dieser Stelle folgenden Personen ihre Anerkennung und ihren besonderen Dank aussprechen: Der langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden und SPD-Stadtverordneten Margret Schneegans, dem langjährigen Oberbürgermeister unserer Stadt Frank Baranowski und dem Bürgermeister und CDU-Stadtverordneten und langjährigem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Werner Wöll. Um ihre langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit im Dienste der ehemals gemeinnützigen Wohnungswirtschaft zu ehren, wurden die drei Mitglieder des Aufsichtsrates der ggw am Donnerstag, den 29. Oktober, von Herrn Verbandsdirektor Alexander Rychter vom VdW Rheinland Westfalen mit der silbernen Ehrennadel des VdW Rheinland-Westfalen ausgezeichnet.

Während ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzende haben sowohl Margret Schneegans als auch Werner Wöll große Verdienste für die ggw erworben. Margret Schneegans ist seit 1999 Mitglied des Aufsichtsrats und damit bereits seit 21 Jahren mit der ggw verbunden. Seit nun 15 Jahren unterstützt sie die ggw als Vorsitzende des Aufsichtsrats. Ebenfalls seit 1999 Mitglied des Aufsichtsrats ist Werner Wöll. Nach seiner ersten Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender von 1999 bis 2004, hatte er seitdem das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden inne. Während ihrer Amtszeit bei der ggw gestalteten die beiden eine Reihe zukunftsweisender Veränderungen für die ggw und die Stadt Gelsenkirchen mit. Durch ihre Erfahrung und Kompetenz haben beide dazu beigetragen, dass die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft auch in schwierigen Zeiten auf Kurs geblieben ist und heute ein wirtschaftlich gesundes Wohnungsunternehmen ist, welches im Auftrag der Stadt, Wohnungen bewirtschaftet und sich bei Kindertagesstätten, Gewerbeimmobilien und beim Stadtumbau engagiert.

Als langjährige Vorsitzende des ggw Aufsichtsrats hebt Margret Schneegans als eindrucksvolles Vorhaben vor allem den Rückbau und die Sanierung des Tossehofs hervor. „Das Projekt Tossehof war ein prägendes und wichtiges Ereignis gerade für mich als Bulmker Stadtverordnete“, erinnert sie sich. Darüber hinaus hat die Aufsichtsratsvorsitzende während Ihrer Amtszeit einen erheblichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung der ggw geleistet und großes Engagement bei Projekten der sozialen Infrastruktur bewiesen. Bereits seit Jahren errichtet die ggw beispielsweise kontinuierlich neue Kindertageseinrichtungen, um die Stadt Gelsenkirchen bei der Erfüllung ihrer Versorgungsaufgabe zu unterstützen. „Neun KiTa-Einrichtungen sind aktuell schon in Betrieb. Drei weitere KiTas sind bereits in Planung. So leisten wir einen wertvollen Beitrag für die soziale Infrastruktur unserer Stadt!“, betont Margret Schneegans. Ein besonderes Augenmerk ist auch auf ihren Einsatz bei der grundlegenden Sanierung und Modernisierung der Schievenfeld-Siedlung in Gelsenkirchen-Erle zu richten. Die 1915 errichtete Siedlung gehört zu den beeindruckenden historischen Bergarbeitersiedlungen in der Stadt. Dennoch waren die Wohnungen des Quartiers nicht mehr marktgerecht. Dies führte zu einer Unzufriedenheit der Bewohner:innen und dadurch bedingt zu einem erhöhten Leerstand in der Siedlung. Mit einem gezielten Revitalisierungsprogramm, unterstützt durch Fördermittel des Landes, konnte die Gelsenkirchener Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft, die Siedlung sozialverträglich modernisieren. „Ich freue mich daher sehr, dass es gelungen ist, nicht nur den Erhalt der Siedlung zu sichern, sondern darüber hinaus auch die Wohnsituation für die teilweise langjährigen Mieter:innen deutlich zu verbessern. Im Austausch mit langjährigen Bestandsmieter:innen ist eine hohe Zufriedenheit festzustellen und auch die gesunkenen Leerstände sind eine sehr positive Rückmeldung“, fasst Margret Schneegans letztlich zusammen.

Für Werner Wöll zählt die Revitalisierung des Geländes der ehemaligen Galopprennbahn in Gelsenkirchen-Horst zu einem der wichtigsten und nachhaltigsten Ereignisse während seiner Amtszeit. „Mit dem Projekt Am Bowengarten ist es gelungen, das zeitweise ungenutzte Areal wieder zu aktivieren und dort attraktive Wohnangebote im sozialen und freien Wohnungsbau zu schaffen sowie moderne Kaufeigenheime zu vermarkten“, betont der langjährige stellvertretende Vorsitzende. Besonders nennenswert jedoch ist sein Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung der ggw. Im Jahr 2000 wurde eine wirtschaftlich angespannte Situation der ggw offenkundig. Dadurch bedingt wurden tiefgreifende wirtschaftliche und organsiatorische Weichenstellungen erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wiederherzustellen. „Nach Abschluss der eingeleiteten Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung befand sich unser Unternehmen wieder auf Wachstumskurs, sodass ein Wiedereinstieg in den Neubau von öffentliche geförderten und freifinanzierten Wohnungen erfolgen konnte“, freut sich Werner Wöll.

Ein besonderer Dank gilt auch unserem langjährigen Oberbürgermeister und Aufsichtsratsmitglied Frank Baranowski. In seiner verantwortungsvollen Position, hat auch er ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die ggw nun seit vielen Jahren wieder erfolgreich Bauprojekte für die Stadt Gelsenkirchen und die Menschen in unserer Stadt umsetzen konnte. Zu Zeiten, als die Veräußerung städtischer Wohnungsunternehmen populär war, hat Frank Baranowski keine Zweifel an der Bedeutung eines kommunalen Wohnungsunternehmens für die Stadt aufkommen lassen. Auch im Bereich der Stadterneuerung bewies der Oberbürgermeister gemeinsam mit der ggw besonderes Engagement. Seit mehreren Jahren nun leistet die ggw bereits einen wichtigen Beitrag zur Stadterneuerung und -reparatur. Zur Aufwertung betroffener Wohnquartiere, kaufte die ggw in den vergangenen Jahren vermehrt sogenannte Schrottimmobilien auf. Dabei handelt es sich um nicht mehr marktgerechte Objekte, die oftmals nicht mehr bewohnbar sind. Diese Liegenschaften werden in der Regel von der ggw niedergelegt und durch moderne, barrierearme und energieeffiziente Neubauten ersetzt. „Mit diesen Bauprojekten erweitert die ggw nicht nur ihr Wohnungsangebot, sondern steigert auch nachhaltig die Lebensqualität in Gelsenkirchen“ fasst Frank Baranowski abschließend zusammen.

Die ggw blickt gerne auf die ereignisreichen Zeiten zurück, bedankt sich für die erfolgreiche und stets angenehme Zusammenarbeit mit Frau Schneegans, Herrn Wöll und Herrn Baranowski und gratuliert zur wohlverdienten silbernen Ehrennadel.

 


Aktive Unterstützung von Nachbarschaft im Kampf gegen die Gewalt

Häusliche Gewalt ist weit verbreitet und birgt zahlreiche Gefahren für Opfer und ihre Familien. Jeden Tag erleben Millionen Menschen häusliche Gewalt - körperlich, psychisch oder sexuell. Doch gerade einmal 20 Prozent der Betroffenen wenden sich an Beratungs- oder Unterstützungseinrichtungen. Viele Taten bleiben aufgrund von Schamgefühlen, Ängsten und Selbstvorwürfen im Dunkelfeld. Gewalt zerstört Familien – und nur wer nicht schweigt, kann helfen.

Die aktuelle Situation ist für alle belastend und zeigt, dass durch die Zunahme negativer Stressfaktoren, wie häusliche Isolation, finanzielle Not oder soziale und existentielle Ängste, ein Anstieg von häuslicher Gewalt begünstigt wird. Das erzwungene Leben auf engem Raum fördert Aggressionen, Streit und Gewalt, welches Frauen und Kinder nachhaltig schädigen kann.

Da der Arbeitsalltag der Fachkräfte von der Jugend- und Frauenhilfe aktuell eingeschränkt ist, setzten wir als Wohnungsgesellschaft auf die Nachbarschaft. Diese stellt ein wichtiges Korrelativ und eine praktische Alltagshilfe für den Schutz von Frauen und Kinder dar. Derzeit sind Nachbarn:innen unter Umständen, die einzigen Personen, die etwaige Gefahrenlagen von Personen wahrnehmen können.

Wir appellieren hiermit an Euch Zivilcourage zu zeigen, denn ein anteilnehmendes Beobachten, rechtzeitige Hinweise auf mögliche Verdachtsfälle, aber auch das beherzte Eingreifen von Nachbarschaft kann das Leid von Frauen und Kindern auch in schweren Zeiten beenden.

Was alles unter häusliche Gewalt fällt und wie ihr Abhilfe leistet könnt, erfahrt ihr auf der Seite der Stadt Gelsenkirchen unter folgendem Link:

https://www.gelsenkirchen.de/de/soziales/gleichstellung/haeusliche_gewalt.aspx

Gerne könnt ihr Euch auch an das Sozialmanagement der ggw wenden. Martina Drucks steht in diesen Fällen unter der Rufnummer 0209/706-1037 oder unter drucks@g-g-w.de zur Verfügung.


Staatliche Leistungen bei Nichtzahlung der Miete

Information für Mieter:innen über Gewährung staatlicher Leistungen bei Nichtzahlung der Miete wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie
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Information for tenants on the granting of state benefits in case of non-pay-ment of rent due to the effects of the COVID-19 pandemic
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Kiracılar için Korona salgınından dolayı kiralarının ödememesi durumunda devlet yardımları hakkında bilgilendirme
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SARS-CoV-2-Virus - Erreichbarkeit der ggw

Aufgrund der aktuellen Entwicklung bei der Ausbreitung des Corona-Virus, gilt es das gesundheitliche Risiko einzudämmen und die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Soziale Kontakte sind daher möglichst auf ein Minimum zu reduzieren. Sowohl der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch der Schutz unserer Mieterinnen und Mieter hat für die ggw höchste Priorität. Um dahingehend weitere Infektionen so gut wie möglich zu vermeiden, hat die ggw beschlossen, die Geschäftsstelle bis auf Weiteres für den allgemeinen Kundschaftsverkehr zu schließen. Persönliche Gespräche sind in dieser Zeit nur nach vorheriger Terminabsprache in dringenden Fällen möglich.

Die Erreichbarkeit der ggw bleibt bis auf Weiteres gewährleistet. Die Anliegen unserer Kundinnen und Kunden werden innerhalb der üblichen Geschäftszeiten, telefonisch, schriftlich oder per E-Mail entgegengenommen und bearbeitet. Das ggw-Team arbeitet mit Hochdruck daran, dass alle Anfragen möglichst zügig bearbeitet werden, so dass sich unsere Mieterschaft weiterhin bei uns gut aufgehoben fühlt.

Telefonische Erreichbarkeit: 0209 / 706 - 0

Mo.-Mi.:  8:00 bis 17:00 Uhr
Do.: 8:00 bis 18:00 Uhr
Fr.: 8:00 bis 14:00 Uhr

 

Reparaturannahme: 0209 / 706 – 1033
Wohnungsvermietung: 0209 / 706 – 1064
Notruf:
(außerhalb der Öffnungszeiten)
0173 / 53 09 900 


Alle Informationen unter: www.ggw-gelsenkirchen.de

 

Schonfrist für betroffene Mieterinnen und Mieter

Die Ausbreitung des neuartigen SARS-CoV-2-Virus wirkt sich zunehmend auch auf den Wirtschaftskreislauf aus. Viele Beschäftigte erleiden hierdurch plötzlich hohe und unerwartete Einkommensverluste. Dies trifft sowohl viele selbständig Tätige als auch viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Wir nehmen an, dass selbst die Auszahlung von Kurzarbeitergeld sich angesichts der dramatischen Entwicklung der letzten Tage erheblich verzögern wird, von den Auswirkungen für Selbständige ganz zu schweigen.

Die Einkommensausfälle haben demnach eine erhebliche Auswirkung auf die Zahlungsfähigkeit vieler Menschen. Hierzu Harald Förster, Geschäftsführer der ggw: „Wir sind uns der schwierigen Situation bewusst, in die viele unserer Mieterinnen und Mieter ohne eigenes Verschulden geraten sind. Prinzipiell werden die Wohnkosten zwar durch staatliche Transferleistungen abgedeckt, wir gehen aber davon aus, dass die Fülle der Anträge hier zu erheblichen Verzögerungen bei der Bearbeitung führen kann. Darum wollen wir denjenigen, die bedingt durch die wirtschaftliche Lage von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeitergeld betroffen sind, schnell und unbürokratisch helfen.“

Mieterinnen und Mieter, die auf Grund der Corona-Pandemie nachweisbar aktuell nicht in der Lage sind, ihre Miete in voller Höhe zu zahlen, bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir werden dann durch Stundung der Miete und Ratenzahlungsvereinbarung gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden einen Weg finden, wie wir mit dieser Situation umgehen können. Wir werden den Betroffenen ausreichend Zeit einräumen, Lohnersatzleistungen zu beantragen und werden bis zur Auszahlung dieser Lohnersatzleistungen auf Kündigungen und Räumungen wegen Zahlungsverzugs verzichten.

„Um Hilfe leisten zu können, appellieren wir an alle Betroffenen sich möglichst frühzeitig mit uns in Verbindung zu setzen. Die ggw ist stets bemüht, für jeden einzelnen von Ihnen eine passende Lösung für das Problem zu finden.“, ergänzt Stefan Eismann, Leiter der Hausbewirtschaftung.

Als kommunales Wohnungsunternehmen stehen der soziale Zusammenhalt in unserer Stadt sowie das Wohlergehen und die Gesundheit unserer Mieterinnen und Mieter sowie unserer Belegschaft an erster Stelle.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien, dass Sie alle gesund bleiben!


Gemeinsam Stärke zeigen

Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer und Stefan Eismann, Prokurist der GGW, unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Foto: Pressestelle Polizei Gelsenkirchen.

Kooperation mit der Polizei Gelsenkirchen

Der ggw liegt das Wohlbefinden ihrer Mieter:innen am Herzen – besonders natürlich das „Wohngefühl“ in den eigenen vier Wänden. Sehr wichtig ist das Gefühl von Sicherheit.

Sicherheit gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen des Menschen. Ein Wohnungseinbruch, ein Eindringen in die Intimsphäre des Heims, verursacht zuerst einen materiellen Schaden, aber er bringt auch ein langanhaltendes Gefühl der Verunsicherung und Angst mit sich. Um dieser schlimmen Erfahrung weitgehend vorzubeugen, hat die ggw mit der Polizei Gelsenkirchen einen Kooperationsvertrag geschlossen.

 „Ca. 45% aller Wohnungseinbrüche enden im Versuchsstadium,“ erläutert ggw-Prokurist Stefan Eismann, „In vielen Fällen nur deshalb, weil die Wohnungen mit technisch modernen Einrichtungen gesichert sind.“

Der Kooperationsvertrag mit der Polizei Gelsenkirchen sieht einen engen Austausch von Informationen vor. Zum Beispiel wird die ggw Neubaumaßnahmen oder Sanierungsobjekte vorstellen und hierzu Empfehlungen der Polizei Gelsenkirchen nach Möglichkeit umsetzen. Ebenso wird die Umfeldgestaltung polizeilich begleitet, z.B. die Wegebeleuchtung und Kinderspielplätze. Umgekehrt wird die Polizei u. a. Vorträge zur Kriminalprävention anbieten und „Mieter:innen-Patenschaften“ für die Aufsicht sensibler Bereiche – zum Beispiel Kinderspielplätze - fördern. Außerdem benennt die Polizei Ansprechpartner:innen für die Quartiere, die der ggw und den Mieter:innen als direkte Kontaktpersonen zur Verfügung stehen.

Eine 100%ige Sicherheit kann es nicht geben. Aber die Mieter:innen der ggw können absolut sicher sein, dass die ggw diesen Wunsch nach Sicherheit ernst nimmt und in diesem Bereich ihr Bestes geben wird.

 


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